Weiber Fastnacht im Bürgersaal am 04.02.2016

 

Das Motto in diesem Jahr, nachdem sich die meistens der fantasievollen Besucherinnen richten konnten, lautete: Völker der Welt. Damit konnte jede was anfangen, man konnte sich verkleiden, wie man wollte oder einfach so kommen, wie man war. Man sah an diesem Abend hawaiianische Schönheiten im Baströckchen, römische, spanische, mexikanische und asiatische Frauen in allen Farben der Völker der Welt. Auch ein paar bayrische Madln in schönen Dirndln waren zu sehen. Nachdem die beiden Moderatorinnen, Angela Merz-Gintschel und Silke Lottis das ausgelassene Publikum herzlich begrüßte und die Prinzessin der diesjährigen Karnevalssession, Ina II. zu Kuckuckshain ein paar Worte an das fröhliche Narrenvolk gerichtet hatte, ging es gleich los mit dem farbenprächtigen Programm. Die 1.Tanzgarde des Abend nannte sich „Mauerblümchen“ vom Karnevalsverein Hessisch Lichtenau, aber das sie alles andere als Mauerblümchen sind, bewiesen sie mit ihrem temperamentvollen und farbenfrohen Tanz mit dem Titel: 1000 und 1 Nacht. 16 Haremsdamen und 7 Sultane zeigten uns, wie schwungvoll es damals im Orient zuging. Die Kostüme waren eine Augenweide, in Gold und schwarz.

Die 13 Männer der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Lohfelden, auch hessenweit bekannt, als die „Wonneproppen“ stellten ihren aktuellen Sessionstanz: „Von Jung nach alt mit Zwischenhalt“ vor. Sie begannen als süße Babys, mit Schnuller und Paradekissen die Bühne zu erobern, um sich dann im Schnelldurchlauf zu erwachsenen Frauen mit haarigen Beinen und dreifachem Kostümwechsel zu entpuppen. Ein Marschtanzmariechen gehört zum Karneval wie das Salz in die Suppe und Selina-Marie Ackermann von den Blauen Funken Guxhagen, zeigte ihren flotten Marschtanz mit Leichtigkeit und Schwung und immer einem Lächeln auf den Lippen. 

Ausstrahlung, Eleganz und Ästhetik strahlten die „Wild Girls“ der Fritzlarer Stadtnarren aus. Ihr Tanz begann mit mehreren älteren Herren in schwarzen Anzügen, die mit ihren relativ langsamen Bewegungen dem Begriff „Seniorenballett“ eine neue Bedeutung verliehen. Aber dann rockten sie los mit ACDC und Status Quo, dass die Bühne bebte.

Die Breitenbachhüpfer (Männerballett) der Karnevalsgesellschaft Röhrenfurth kamen als schwarzgelockte Jünglinge auf die Bühne und tanzten zu den bekannten Songs von Boney M. 

Auch die Prinzengarde der Blauen Funken zeigte ihren Showtanz, der sich musikalisch mit den One-Hit-Wonder auseinandersetzte.

Haben Sie schon mal eine Kreuzfahrt gemacht? Wenn nicht, dann konnten sie hier bei der Weiberfastnacht in Guxhagen etwas darüber lernen. Elli Hutter erzählte in ihrer Büttenrede von ihrer letzten (Alp-)Traumfahrt auf dem Traumschiff ohne Kapitänsdinner, aber mit Deckoffizier.

Die Knallfrösche aus Kaufungen, auch ein Männerballett, zeigten ihren Showtanz mit dem Titel: „Old man groowing“.

Was passiert, wenn man sich regelmäßig die Zähne putzt, ja, richtig, dann kommt die Zahnfee, holt sich den ausgefallenen Milchzahn und legt einem ein kleines Geschenk dafür unter das Kopfkissen – diese Geschichte stellte das Männerballett „Die Hölle Dancers“ aus Rothwesten vor, wobei die Zahnfee im rosa Tütü und mit 3-Tage-Bart nicht so ganz dem gängigen Klischee entsprach, aber das tat dem Vergnügen der wilden Weiber keinen Abbruch, sie spendeten begeistert Applaus. 

Wilde Schunkelrunden und Polonaisen durch den Saal wurden beim Auftritt von der vereinseigenen Musikgruppe „Oktavenschock“ mit ihren karnevalistischen Stimmungsliedern gesichtet, mal ohne Musik aus der Konserve, sondern mit Live Musik und Live-Gesang.

„We wanna dance“ war das Motto des Melsunger Karnevalsclubs, die ihre Tanzgruppe „DIE vom MKC“ nach Guxhagen geschickt hatten, um die Weiber zu unterhalten und zu erfreuen. 

Die Play-Back-Gruppe „Die Wunderkerzen“ ist bereits seit 25 Jahren aktiv, sie zeigten eine musikalische Reise durch die Zeit, vom kleinen grünen Kaktus, über Vadder Abraham bis zu Heino in 5-facher-Zombie-Ausführung. 

„Dick und Doof goes to Oskar” so hatte die Ranzengarde ihren diesjährigen Auftritt genannt, 15 Männer tanzten zu den Backstreet Boys und Lady Gaga, zusammen mit ZZ Top und VMCA und rissen damit die Weiber von den Stühlen, sie wurden ohne Zugabe nicht von der Bühne gelassen. 

Und wie immer, seit einigen Jahren, machten die Höllelerchen aus Rothwesten mit ihrem Live-Gesang den Abschluss eines wunderbaren Programms und läuteten damit das Finale für alle Aktiven ein.

Bericht:M.E-M., Fotos: M.E-M., G.B.)