Weiberfastnacht in Guxhagen am 23.02.2017

Das diesjährige Motto lautete: Eine Hüttengaudi, wie sie Guxhagen noch nicht erlebt hat. Diesmal wurde das Konzept der Weiberfastnacht etwas verändert, denn der Weiberelferrat saß nicht oben auf der Bühne, wie die vergangenen Jahre, sondern mischte sich nach der Begrüßung unter das närrische Publikum. Und es gab einen neuen DJ - DJ Knopsi brachte die wilden Weiber auf Tischen und Bänken zum Tanzen und eine Polonaise jagte die andere.

Und wie gut sahen die Weiber aus:  In Dirndln in allen Farben und Formen, lang, kurz oder mittellang, mit bunten Schürzen und wunderbaren Dekolletés – es war ein Traum. Das Dirndl betonten die Attribute der Weiblichkeit doch sehr schön, kein Wunder, dass Männer Frauen in Dirndl lieben…….aber auch Frauen lieben sich im Dirndl, man hat gemerkt, wie absolut wohl sie sich in dieser schönen Kleidung fühlten.

Einige Weiber hatten leider kein Dirndl, diese Taten auf ihren blauen Shirt kund, das ihr Dirndl gerade in der Wäsche wäre. Schlecht geplanter Waschtag.

Natürlich gab es auch Lederhosen – schöne Frauenbeine sehen auch in Lederhosen klasse aus, ein bunt-kariertes Hemd und eine Seppl-Mütze dazu, fertig ist der bayrische Bubi, auch wenn er weiblich ist. 

Silke Lottis und Angela Merz-Gintschel führten wie immer souverän durchs Programm. Mit den „Mauerblümchen“ aus Hessisch Lichtenau ging es gleich in die vollen, eine Garde aus 23 Personen, davon 6 Männer in chinesischen grün-pinkenen Kostümen, entführten uns in das Land des Lächelns – sie tanzten auf schöne Melodien, untermalten den Tanz mit bunten Schirmchen und Fächern und bauten kunstvolle Menschenpyramiden auf der Bühne auf - ein Augenschmaus.

Das Tanzmariechen der Blauen Funken, Selina Ackermann, ist auch ein Augenschmaus, auch wenn sie kein Dirndl bei ihm Marschtanz trug, sondern ihr schönes Marschtanzkostüm. Sie lächelt so mitreißend, dass einem das Herz aufgeht bei ihrem schönen Tanz. Seit sie 4 Jahre alt ist, steht sie tanzend auf der Bühne und trotz ihrer noch jungen Jahre merkt man ihr diese langjährige Tanz-Erfahrung auch an.

Dann gab es Schnippelbohnen, aber nur als Musikgruppe. Die Schnippelbohnen sind eine Männer-Band, im besten Alter, die mit Teufelsgeige, Klapper und Gitarre Musik machen, bis die Bühne brennt. Bei dieser Musike hielt es kein Weib auf dem Stuhle und so gab es schon die erste Polonaise von vielen an diesem Abend.

Die Prinzengarde des Mandener Carnevals-Clubs hatte die Queen und ihren besten Agenten im Dienste ihrer Majestät, 007, mitgebracht und stellten tänzerisch dar, wie er den königlichen Auftrag ausführen will.

Dann wurde es dunkel und gruselig – die Schatten der Nacht eroberten die Bühne.  Die Hölle-Dancer, das Männerballett des RCV Rothwesten, kamen als Untote in zerrissener Kleidung, mit Spinnweben und Spinnen behängt und tanzten unter anderem nach Motiven aus Michael Jacksons „Thriller“.

Die Gruppe „DIE“ vom MKC, dem Melsunger Karnevalsclub zeigten uns, wie sie Party feiern.  Die Musikgruppe „Oktavenschock“ der Blauen Funken ließ wie immer die Bühne beben und heizte so richtig ein, wie sich das gehört bei den Blauen Funken.

Zu afrikanischen Klängen kamen die Losesterne aus Kaufungen mit ihrem Showtanz „Dschungel“. Sie schleppten die Forscher an Stangen herein, um sie über dem Feuer zu braten und sprangen wild auf der Bühne herum. Sie hatten Affen dabei, Eingeborene und verschiedene Krieger. Sogar ein König aus Afrika gab sich die Ehre.

 

 

Die Wonneproppen, das Männerballett der 1.großen Karnevalsgesellschaft Lohfelden, zeigten uns mit ihrem Auftritt „Karneval in Rio und hier bei uns“ in bunt glitzernden Samba-Kostümen einen schönen Tanz.  

In Guxhagen war es dann schon kurz nach 22 Uhr Mitternacht – so hieß der Titel des Show Duos der KGR Röhrenfurth. Schon wieder wurde es gruselig.  Grimmige Bäume, schaurige Gestalten und ein bemerkenswertes Tanzpaar, das als Zombies verkleidet und geschminkt, einen Tanz mit Gänsehaut-Effekt darstellten.   Eine tolle Idee und tänzerische Leistung mit akrobatischen Figuren.

 

Die Play-Back-Gruppe der Blauen Funken, die Wunderkerzen, hatten Chaos im Urwald. Sie waren in Amsterdam, weckten schlafende Löwen und eine Lotusblüte erwachte auch zum Leben. Außerdem trafen Sie auf Lady Gaga, die in bunte Eierkartons gehüllt, ihr „Pokerface“ vorstellte und Spielkarten ins Publikum warf.

Einen Querschnitt aus 44 Jahren Karneval zeigten uns „Die Grazien“, das Männerballett des Niester Carnevals-Club.  Dieser Karnevals-Club feierte in dieser Session ihren 44. Geburtstag und hatten dazu viele verschiedene Kostüme und Tänze aus den vergangenen Karnevalsjahren ausgesucht und stellten uns diese vor. Es begann mit  den Wikingern über Heino bis zur Biene Maja.

Obwohl sich die Weiber, wenn auch ausgelassen, so doch eigentlich meistens anständig benommen hatten, kam doch eine taktische Spezialeinheit der Polizeibehörde zum Einsatz. In schwarzen Schutzwesten, auf denen S.W.A.T. (Special Weapons And Tactics) stand, standen sie plötzlich auf der Bühne. Gottseidank nur zum Tanzen – und das machten sie richtig gut, so gut, dass sie ohne eine Zugabe nicht von der Bühne kamen.

Dann traten 8 Männer in bunten Anzügen auf und ließen die Herzen der Frauen wie Eis in der Sonne schmelzen, mit ihrem Live-Gesang, ihrer Hymne an die Frauen: „Dich gibt’s nur einmal für mich“ eröffneten die Hölle-Lerchen aus Rothwesten ihren Gesangsauftritt. Der Schlager lebt, jedenfalls bei diesen Sängern, sie sangen viele bekannte Lieder und läuteten damit auch das große Finale ein.

Ein wunderschöner, ausgelassener Abend ging damit - noch nicht - zu Ende, denn der DJ spielte sich noch die Finger wund und alle tanzten ausgelassen in den Morgen des nächsten Tages. (Bericht: MEM, Fotos: GB)