55 Jahre-Nostalgiesitzung am 18.11.2017

Da die BLAUEN FUNKEN in dieser Session ihr 55. Bestehen feiern, hatte sie alles mobilisiert, was im Karneval Rang und Namen hat, viele „ehemalige“ Gruppen oder auch Einzelpersonen wurden wieder aktiviert, mit dem Karnevals-Virus infiziert und als sie auf den Brettern, welche die Karnevals-Welt bedeuten, standen, wurde ihnen auch kräftig applaudiert.

Vor dem Beginn der Nostalgiesitzung gab es einen Jubiläums-Empfang, an dem viele befreundete Karnevalsvereine teilnahmen und ihre Glückwünsche zum Jubiläum aussprachen, genauso, wie die Abordnungen der Guxhagener Vereine und die Mandatsträger der politischen Gremien. Einige Prinzenpaare waren auch mitgekommen, um zu gratulieren. Es wurden noch einige Gründungsmitglieder des Vereins begrüßt und viele Ehrenmitglieder.

Silke Lottis, die Vereinsvorsitzende der KGG, begrüßte alle Gäste auf das herzlichste, freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren und gemeinsam stießen alle mit Sekt zum 55. Jubiläum an. Um 20.11 Uhr ging es dann im großen Saal des Bürgersaales weiter, hier wurde ein großartiges Karnevalsprogramm geboten, bei dem für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe etwas dabei war.  

Zuerst wurde auf der Bühne erst mal gewischt, zwei Putzfrauen (Angela Merz-Gintschel + Monika Ehrhardt-Müller) waren mit Schrubber und Staubwedel dabei, die Bühne zu putzen und im Rahmen eines lustigen Zwiegesprächs erweckten sie nach und nach die ehemaligen Sitzungspräsidenten aus dem Jubiläumsschlaf, zuerst wurde Helmut Lottis mit einem Schlüssel aufgedreht, um das Publikum mit seiner bekannten Begrüßung…“Liebe Narren und Narrhalesen…..zu erheitern.  Danach wurde plötzlich eine Mumie auf der Bühne gefunden, die sich als Burkhard Köhler entpuppte und Hans-Heiner Döring, der in der Bütt eingeschlafen war, wurde mit einer karnevalistischen Aufbauspritze gedopt, alle drei führten anschließend gutgelaunt durch das bunte Programm, immer wieder mit Hinweisen auf Programmpunkte und lustige Begebenheiten der vergangenen 55 Jahre.

Tanzmariechen gehören zu jeder anständigen Karnevalsveranstaltung, Jolina Schütz, trainiert von Julia Eschbach, wirbelte gekonnt über die Bühne und begeisterte das Publikum. Auch die Juniorenmarschtanzgarde, einstudiert von Franziska Becker und Selina Ackermann, zeigte ihren wunderbaren Marschtanz, genauso, wie das Tanzmariechen Lilly Wentler, welche auch von Julia Eschbach trainiert wird.

Auch die diesjährigen Prinzenpaare der Blauen Funken, Prinz Michael I. und Prinzessin Heike I., sowie das Kinderprinzenpaar Leon I. und Sarah, I.,  ließen es sich nicht nehmen, ihre Untertanen herzlich zu begrüßen und auf die närrische Session einzustimmen.  Im Anschluss an die Vorstellung der Prinzenpaare zeigte uns die Prinzengarde ihren fabelhaften Marschtanz, einstudiert von Anna Wenzel und Leonie Mager.

Mit Ingrid Proll kam eine Büttenrednerin der ersten Stunde auf die Bühne, sie hielt eine Büttenrede, welche sie bereits vor 40 Jahren in einer Karnevalssitzung der BLAUEN FUNKEN gehalten hatte, in der es um ihre Uroma und die gute alte Zeit ging. Geschrieben hatte diese Rede der bereits verstorbene blinde Heimat- und Mundartdichter Wilhelm Pfeiffer aus Körle. Die Uroma kannte keine Raketen und keine Düsenjäger, sie wollte nie in den Weltraum und Amerikaner gab’s nur in der Bäckerei.

Nachdem die Juniorengarde ihren Showtanz  „Let’s Dance“ gezeigt hatten, wurde es laut auf der Bühne, die Musikgruppe „Oktavenschock“ marschierte auf und spielte unter anderem das alte Karnevalslied: Denn wenn et Trömmelche jeht,
dann stonn mer all parat“  und das Lieblingslied des Prinzen der vergangenen Session: „Eimol Prinz zo sin“.

Dann gab es ein schönes Wiedersehen, nach 15 Jahren trat die Tanzgruppe „Die Hausfrauen“ wieder auf, sie zeigten uns ihre Interpretation eines schwarz-weißen Tanzes, einstudiert von Iris Schmerer.

Und auch die Fuldalerchen sind eine Gruppe, die man aus den Anfängen des Guxhagener Karnevals kennt, diese Gesangsgruppe hatte sich gleich nach Gründung der KGG gebildet und viele Jahre ihre Zuhörer begeistert. Zur Nostalgiesitzung traten viele ehemalige Sängerinnen und Sänger der Gruppe mit auf und sie sangen unter anderem auch das bekannte „Schöppchen-Lied“, bei dem der ganze Saal mitsang.

Bevor Helmut Lottis als Büttenredner über die Frauen herziehen konnte, übernahmen die Putzfrauen wieder das Zepter, sie riefen ihn zur Ordnung und drohten, ihm das Micro wegzunehmen, wenn er so schlecht über ihre Geschlechtsgenossinnen reden würde. Unter anderem riefen sie ihm zu, dass er so überflüssig wie ein Fundbüro in Polen wäre und das es kein Wunder sei, dass man als Vogelscheuchen immer nur Männer aufstellen würde. Dabei rezitierten sie auch aus einer alten Büttenrede von Gisela Keim, ehemals Wagner, die damals große Erfolge mit ihrer Büttenrede „Die Männerfeindin“ gefeiert hatte.  Danach konnte Helmut Lottis sich endlich ungestört über die weiblichen Wesen auslassen, seine Büttenrede hatte den Titel: „Ein Mann kämpft um seine Existenz“.

Danach wurde es märchenhaft, die beiden Gruppen „Die Wunderkerzen“ und „Die Ranzengarde“ hatten sich zusammengetan und ein modernes Märchen einstudiert, mit dem Titel:  Schneewittchen – einmal anders. Es war entzückend, dem Schneewittchen und den 7 Zwergen zuzuschauen, die musikalisch untermalt die Geschichte neu erzählten und auch das Publikum sparte nicht mit Applaus für diesen tollen Auftritt.

Und dann war es schon wieder so weit, der letzte Programmpunkt der Nostalgie-Sitzung wurde angekündigt – die bekannte Tanzgruppe: „Steif Live“, eine Gruppe, die fast nur aus ehemaligen Tanzmeisterinnen der BLAUEN FUNKEN besteht, zeigte uns ihren extra für die Nostalgie-Sitzung einstudierten Tanz: „Friends will be friends“.  Zu flotter moderner Musik tanzten sie so gekonnt und professionell, dass man es kaum glauben konnte, das diese Gruppe seit mehreren Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Ein besonderer Moment bei diesem Tanz war der, als 4 junge Tänzerinnen aus der Prinzengarde zu der Gruppe „Steif live“ stießen und mittanzten – denn das waren die Töchter einiger Steif live-Tänzerinnen, da tanzten dann Mütter und Töchter zusammen auf der Bühne. Das war einfach großartig anzuschauen und dies spiegelte auch, dass sich der Karnevalsvirus in den Familien weiterverbreitet, bei Familie Most standen sogar drei Generationen auf der Bühne, Elisabeth Most bei den Fuldalerchen, Ulrike Friedrich, geborene Most bei Steif live und die Tochter von Ulrike und Enkelin von Elisabeth Most, Nelli Friedrich, bei der Prinzengarde. Genau so soll es sein, das freut den Karnevalsverein.

Mit dem großen Finale ging ein wunderschöner Karnevalsabend zu Ende – die 55 Jahre waren Revue passiert und gebührend gefeiert worden und im Februar geht es in Guxhagen weiter mit den Karnevalssitzungen der BLAUEN FUNKEN.

In Anlehnung an die ersten Karnevalssitzungen der BLAUEN FUNKEN vor 55 Jahren wurde auch an diesem Abend eine Tombola veranstaltet, zahlreiche Firmen und Personen hatten Preise gespendet und viele Lose wurden verkauft. Die Besucher drängten sich mit ihren Losen um die Tombola-Tische und freuten sich über schöne Gewinne. Der Verein gratuliert allen Gewinnern herzlich. (Bericht: MEM, Fotos: GB)

Bildershow YouTube v. MW     HNA Bericht v. 20.11.17