Weiberfastnacht in Guxhagen am 08.02.2018

Der Tag der Weiberfastnacht in Guxhagen fing schon gleich gut an, nämlich mit der Erstürmung der Landbrauerei in Fuldabrück-Dörnhagen und dann natürlich nachmittags, als die Weiber des Weiberelferrates durch Guxhagen strömten, die Gemeindeverwaltung und das dort tätige Personal besuchten und die Geschäftsleute in der kleinen Brückenstraße, der Untergasse und der Bahnhofstraße. Viele Männerkrawatten wurden ein Opfer der Weiber, so wie es sich gehört an so einem Tag.

Abends ab 20.11 Uhr startete dann die Weiberfastnacht im ausverkauften Saal mit vielen wilden Hühnern, Hähnen, Bauern und Bäuerinnen, sogar ein Misthaufen wurde gesichtet.  Kein Fuchs gab es weit und breit, denn dieser hätte an diesem Abend seine helle Freude gehabt, in diesem wilden Hühnerstall, wo es massenweise Hühner, Hähne und Küken für ihn gegeben hätte. Aber es war auch gut so, dass kein Fuchs da war, denn so konnten die Besucherinnen der Weiberfastnacht fröhlich und ausgelassen diesen besonderen Tag im Jahr feiern.

Pünktlich um 20.11 Uhr marschierte der Weiberelferrat auf die Bühne und begrüßte ausgelassen die feiernden Weiber, Angela Merz-Gintschel und Silke Lottis führten durch das bunte Programm, dass mit den „Mauerblümchen“ aus Hessisch Lichtenau begann. Diese Mauerblümchen brauchen sich nicht zu verstecken. Der Titel ihres Tanzes lautete „Ein Blümchen kommt selten allein“ und dass konnte man dann bei diesem schönen Tanz auch sehen, in glitzerndem Grün gewandete Gärtnerinnen + Gärtner kümmerten sich tänzerisch liebevoll um die Blümchen, welche dann, aufgrund der guten Pflege, in voller Schönheit erblühen konnten. Dann folgten „Die Knallfrösche“ das Männerballett der Lossesterne aus Kaufungen, mit ihrem Tanz „Ghostbusters“  – plötzlich waren wilde Geisterjäger auf der Bühne, die die Zuschauerinnen an ihrem wilden Treiben teilhaben ließen und sich anschließend in bluttriefende Zombies verwandelten.

Passend zu den Geisterjägern folgte der Programmpunkt „Jenseits von Gut und Böse“ der Karnevalsgemeinschaft Röhrenfurth – hier zeigte das Show-Duo -  Sandra Steinert und Stefan Weber die Fortsetzung ihres letztjährigen Zombie-Tanzes. Tänzerisch perfekt und mit artistischen Einlagen versehen, verwandelten sie sich vom Bösen in das Gute – oder umgekehrt.

Nun wurde es Zeit für gute handgemachte Musik und Gesang – die Gaudiband  - Die Schnippelbohnen – aus Fuldabrück-Dörnhagen – machten zusammen mit den Weibern eine wilde Party im Hühnerstall und schon wurde die erste Polonaise quer durch den Bürgersaal in Bewegung gesetzt.

Auch der Melsunger Karnevalsclub hatte einen Programmpunkt für die Weiberfastnacht geschickt, die Tanzgruppe „DIE“ vom MKC zeigten uns in originalgetreuen Kostümen ein ABBA-Medley und der ganze Saal sang mit, bei diesen schönen bekannten Liedern, die jeder kennt.

Selbst Dieter Bohlen hatte sich in den Hühnerstall verlaufen, er kam mit den „Hölle-Dancers“ dem Männerballett des Rothwestener Carnevalsvereins vorbei und präsentierte bekannte Hits von Modern Talking, die auch alle kannten und begeistert mitsangen.

Erstmalig in Guxhagen war die Karnevalsgesellschaft TSC Herkules Kassel, sie hatten „Die Kasseler Schlacken“, ein Männerballett mitgebracht, welche uns Frauen zeigen sollten, woraus Männerträume bestehen.  Ja, wir haben es schon geahnt, Männer träumen davon einmal James Bond zu sein, einmal ein richtig guter Rennfahrer, ein Boxer, der immer gewinnt oder gleich ein Millionär – das stellten die Kasseler Schlacken tänzerisch mit viel Kostümwechsel gut dar. Und noch ein Männerballett aus Kassel gab sich die Ehre – „No Limits“ – die Windbiedel Kassel, der großen Karnevalsgesellschaft Fuldatal, begab sich in Guxhagen auf Brautschau – da waren sie natürlich im Hühnerstall genau richtig –es gab genügend Auswahl an jungen und alten Hühnern und Gänsen. Mit vielen bekannten Schlagern stellten sie die Brautschau tänzerisch dar.

Dann ging‘s ab nach LAS VEGAS – die Prinzengarde des Mandener Carnevals-Clubs zeigte uns ihren Showtanz VIVA LAS VEGAS mit tollen bunten Spielkartenkostümen und Geldscheinen – eine Augenweide.

Auch Schneewittchen hatte sich im Hühnerstall verlaufen – die Wunderkerzen der KGG Guxhagen zeigten den begeisterten Zuschauerinnen das Märchen vom Schneewittchen mal mit ganz anderen Schwerpunkten und wurden mit viel Applaus belohnt. Dann war es wieder Zeit für echte Musik - die Musikgruppe der KGG, „OKTAVENSCHOCK“ wollte auch mal den Hühnerstall aufmischen und spielte bekannte Karnevalslieder, welche die Weiber wieder auf Tische und Bänke und zur nächsten Polonaise brachte.

„Steif Live“ die Tanzgruppe der KGG Guxhagen, bestehend fast aus nur ehemaligen Tanzmeisterinnen, sind alles andere als steif, professionell wie ein Fernsehballett tanzten sie über die Bühne und zum Schluss gesellten sich noch ihre Töchter aus der Prinzengarde dazu und tanzten mit – eine wunderbare Idee. Und dann kamen „Die Wonneproppen“ das Männerballett von der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Lohfelden, sie zeigten uns auch im Hühnerstall den Weg von der Notaufnahme zum Wahnsinn, indem sie Ärzte und Krankenschwestern zusammen tanzen ließen.

„Time Travel – Zeitreise“ so heißt der Sessionstanz der Ranzengarde der KGG Guxhagen. Männer, wie aus den 20-iger Jahren, mit Gehrock, karierten Hosen, Tanzstöcken und Zylindern tanzten gekonnt über die Bühne, zeigten ihr artistisches Können und begeisterten das Publikum so, dass eine Zugabe unausweichlich war. Wie immer in den letzten Jahren zum Finale, waren die „Höllelerchen“ aus Rothwesten angereist, um mit ihrem Live-Gesang den Bürgersaal zum Kochen zu bringen und das gelang ihnen auch in diesem Jahr mühelos. Im Anschluss kamen alle Akteure noch einmal auf die Bühne, um sich bei dem tollen Publikum zu bedanken.

Jetzt war die Bühne frei für die Besucherinnen der Weiberfastnacht, jetzt konnten sie nach Herzenslust singen und tanzen und den Tag fröhlich ausklingen lassen. So ging ein wunderbarer Abend im Hühnerstall zu Ende und irgendwann im Morgengrauen, als die Hähne krähten, gingen die letzten Hühner nach Hause. (Bericht:MEM, Fotos: GB)